Flex

Man könnte die Eigenschaften mit einem normalen Gummiband vergleichen. Doch warum druckt man dann nicht einfach Gummi? Gummi ist leider kein Thermoplast, was bedeutet, dass der Werkstoff nach seiner Aushärtung nicht mehr erhitzt und verformt werden kann. Und es ist genau diese Kombination aus Flexibilität und thermoplastischen Eigenschaften, welche die meisten TPEs (besser bekannt als flexibles Filament) extrem interessant für Anwendungen macht, die nicht starr und formfest bleiben sollen (wie beispielsweise ein Sportschuh).

Thermoplastische Elastomere (oder auch Elastoplaste) sind Elastomere, die sich bei Raumtemperatur wie klassische Vertreter verhalten, jedoch beim Erhitzen verformbar werden. Meist sind dies Copolymere, die aus einer „weichen“ Elastomer- und einer „harten“ thermoplastischen Komponente bestehen. Die Eigenschaften der Elastoplaste liegen zwischen denen von Duroplasten und Thermoplasten.

Es sind praktisch alle Härtegrade erzielbar, was sich auch in verschiedenen Filamenten zum Ausdruck bringt (für weitere Informationen zum Härtegrad von flexiblen Filamenten siehe HIER). Gute thermische Eigenschaften mit hoher Reichweite, angefangen bei minus 40 Grad Celsius gepaart mit hoher Witterungs – und UV-Beständigkeit, machen TPE zu einem guten Material für Isolierarbeit, im Haus und Garten. Elektrische Isolierung oder Schalldämmung sind ebenfalls mögliche Anwendungsbeispiele, die vorallem im Bauwesen Anwendung finden. Schlussendlich besitzt TPE eine hohe Resistenz gegenüber einer breiten Palette an Ölen, Fetten und Abreibung.