Industrie-3D-Druck macht einen Sprung
Auf der RAPID + TCT 2026 hat Stratasys neue Materialien und Software vorgestellt. Der Fokus liegt auf einfacherer Integration und besserer Qualitätskontrolle – Themen, die auch für den Desktop-Bereich relevant werden.
Die Highlights
ULTEM 1010 als Filament für den FDM-Drucker F3300: Zugelassen für die Luft- und Raumfahrt, hohe thermische Beständigkeit, niedrigster thermischer Ausdehnungskoeffizient im FDM-Portfolio. Zusammen mit dem integrierten Trocknungssystem des F3300 sinken die Kosten pro Teil.
PolyJet ToughONE (Weiß und Schwarz) für J3/J5-Drucker: Funktionale Prototypen, die mechanischem Stress, Biegen und Testen standhalten.
Warped Adaptive Modeling (WAM) in GrabCAD Print Pro: Korrigiert automatisch Verzug anhand gemessener Dimensionsdaten. Teile mit engen Toleranzen – Stecker, Präzisionslehren – gelingen häufiger im ersten Versuch.
Neue Harze für Origin-Drucker: P3 Deflect 110 für thermisch belastete Endteile, plus ein FDA- und EU-konformes Harz für die Lebensmittelindustrie.
Trickle-Down-Effekt
Klar, ULTEM und PolyJet sind erstmal Industriethemen. Aber der Trend zu Software-gestützter Verzugskompensation und besserem Materialmanagement kommt auch im Consumer-Bereich an. Slicer wie OrcaSlicer und Bambu Studio arbeiten bereits an ähnlichen Funktionen. Die Botschaft ist: 3D-Druck wird zuverlässiger, und das betrifft uns alle – egal ob wir mit PLA oder Hochleistungskunststoffen arbeiten.