Der Nachfolger der X1-Serie
Bambu Lab hat den X2D vorgestellt – den direkten Nachfolger der X1-Serie. Zwei Hotends, LiDAR-Sensor, Vision-Encoder-Druckbett. Dual-Extrusion, die bisher den größeren H-Serie-Druckern vorbehalten war, kommt damit auf den Desktop.
Technische Details
Das Teaserbild zeigt zwei Hotends im Stil des H2D und einen LiDAR-ähnlichen Sensor. Leaks deuten auf einen kubischen Bauraum von 256 × 256 × 256 mm hin (bei Dual-Betrieb etwas weniger pro Düse). Einstiegspreis: rund 1.000 Dollar, die Combo-Variante mit AMS wird teurer.
Interessant ist die Extruder-Konfiguration: Direct-Drive kombiniert mit Bowden. Direct-Drive für präzise Filamentförderung, Bowden für weniger bewegliches Gewicht. Die Düsen sollen thermisch auf H2D-Niveau arbeiten – also auch ABS, ASA und nylonbasierte Composites verarbeiten können. Das Vision-Encoder-Druckbett erkennt und kompensiert Abweichungen automatisch.
Dual-Extrusion verändert den Workflow
Zwei unabhängige Düsen eröffnen Möglichkeiten, die mit einem AMS allein nicht gehen: Wasserlösliches PVA als Stützmaterial, das sich einfach ausspülen lässt. Zweifarbige Drucke ohne Purge-Tower. Zwei verschiedene Materialien in einem Bauteil – zum Beispiel TPU und PLA.
Für rund 1.000 Dollar ist das ein starkes Angebot. Der X2D schließt die Lücke zwischen dem günstigeren P2S und der professionellen H-Serie. Wer mit seinem aktuellen Setup an die Grenzen von Single-Extrusion stößt, hat jetzt eine echte Alternative. Passende Düsen für Dual-Setups – auch gehärtete Varianten für abrasive Materialien – haben wir übrigens im Sortiment.