BegriffserklärungABS

ABS

Acrylnitril-Butadien-Styrol (abgekürzt als ABS) ist ein synthetisches Polymer aus Acrylnitril, 1,3 Butadien und Styrolmonomer. ABS ist amorph und gehört zu den Thermoplasten.

Eigenschaften

ABS ist einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffe der Welt. Der Zusatz von Acrylnitril macht ABS besonders beständig gegen Öle, Fette und hohe Temperaturen. ABS ist im Allgemeinen brennbar, erzeugt schwarzen Rauch, riecht nach verbranntem Plastik und sollte nicht eingeatmet werden. Die vielleicht wichtigsten Eigenschaften von ABS sind die hohe erreichbare Steifigkeit, Zähigkeit und Festigkeit. Das Gesamtpaket weist eine sehr gute Schlag- und Kratzfestigkeit auf. Die mäßige Witterungsbeständigkeit ist einer der wenigen Nachteile, aber um ein Vielfaches höher als beispielsweise PLA. Die Schwäche zeigt sich vor allem in der geringen UV-Beständigkeit, wodurch ABS schnell vergilbt und bei zu langer UV-Belastung spröde wird. Wenn Sie nach einer UV-beständigeren Variante suchen, sollten Sie sich ASA ansehen. Aufgrund dieser Eigenschaften eignet sich ABS für ein breites Anwendungsspektrum im Modellbau, der Feinmechanik, der Elektroindustrie oder der Automobilindustrie.

Verarbeitung

ABS neigt aufgrund seiner thermischen Eigenschaften zum Verziehen. Mit anderen Worten, die Ecken und Kanten können sich während des Druckvorgangs vom bedruckten Substrat lösen und sich verziehen. Solche Beeinträchtigungen können durch Beheizen des Druckbetts, Versiegeln des Einbauraums oder BuildTak-Platine verhindert werden. Möglich sind auch sogenannte BlueTape oder spezielle Klebesprays (wie Printafix), ungewöhnlicher ist aber auch die Idee, das gedruckte Objekt auf der Druckplatte haften zu lassen. Während des Druckvorgangs ist auf ausreichende Belüftung zu achten, um den unangenehmen Geruch, der beim Schmelzvorgang entsteht, zu minimieren. Es sollte auch darauf geachtet werden, sie nicht zu inhalieren, da sie bis zu einem gewissen Grad als giftig gelten.

Nachbearbeitung

Nach dem Drucken ist ABS ein sehr wertvolles Nachbearbeitungsmaterial. Dies liegt vor allem an der Kombination aus relativ weicher Oberflächenhärte und hoher Schlagzähigkeit. Sägen, Fräsen, Polieren, Lackieren, Kleben, Schleifen und Bohren sind alle möglichen Nachbearbeitungsmethoden, die das gedruckte Objekt in die gewünschte Form bringen und jedem Hersteller ein hervorragendes Endergebnis liefern.